• Sprechen Sie die Erkrankten immer wieder auf ihre Fähigkeiten an, bevor etwas anderes folgt, zum Beispiel: „Du bist doch eine so tüchtige Hausfrau, jetzt kochen wir zusammen.“ Oder: „Du kennst dich doch so gut im Gartenmarkt aus. Jetzt fahren wir los und kaufen Blumen und Erde. Dann kannst du mich beraten.“
  • Wenn Sie Unternehmungen machen, sollten diese immer ähnlich sein, bekannte Wege nutzen und zu vertrauten Zielen führen.
  • Tagesabläufe sollten sich ebenfalls ähneln. Nutzen Sie Rituale. Was uns orientierte Menschen möglicherweise langweilt, gibt Menschen mit Demenz Stabilität und Orientierung.
  • Jede Veränderung ist für Menschen mit Demenz eine Bedrohung und macht Angst.
  • Bei Aufforderungen an den Erkrankten: Immer eines nach dem anderen. 
  • Sprechen Sie den Dementen nicht von hinten oder aus einem anderen Zimmer an, sondern immer möglichst so, dass der Betroffene Sie sehen kann. Bei Demenz kommt es zur fortschreitenden Einengung des Gesichtsfeldes. 
  • Erwarten Sie nicht sofort eine Antwort auf eine Frage und erwarten Sie nicht immer eine Antwort, die zu unserer Realität passt.
  • Das Wichtigste: Nehmen Sie die andere innere Welt an. Der kranke Mensch kann zunehmend nicht mehr in unsere Gegenwart zurück. Wir aber können teilweise in seine Welt schlüpfen. Durch den fortschreitenden Abbau von Gehirnzellen sind viele Fähigkeiten und Fertigkeiten verloren gegangen. Es bleiben aber Kompetenzen und Ressourcen. Das sind zum einem die erlernten Tugenden wie Ordnungssinn, Fleiß und Pflichtbewusstsein. Aber auch individuelle Antriebe bleiben erhalten wie Schönheitssinn, Eigenwille, Kontrolle oder die Liebe zur Musik, Tieren oder Blumen.
  • Menschen mit beginnender Demenz springen oft zwischen ihren inneren Welten und der Wirklichkeit. Das macht den Umgang schwierig. Versuchen Sie diesen Zeitsprüngen zu folgen.
  • In dieser Phase kommt es zu großen Stimmungsschwankungen. Seien Sie nicht gekränkt, wenn Schimpfworte fallen. Die Dementen können ihre Empfindungen und Gefühle nicht mehr allgemeinen Etikettenvorschriften unterziehen. 
  • Menschen mit Demenz benötigen ein hohes Maß an Bestätigung, Wertschätzung, Trost, Lob und Ermutigung. Bestätigen Sie daher die Gefühle und Antriebe des Demenzkranken, denn sie sind oft seine einzig verbleibende Ausdrucksform. Bei Ärger: „Du bist ganz schön sauer. Das ärgert dich.“ Oder bei Trauer: „Du bist traurig. Das alles ist zu viel für dich“. Eigenwille oder Kontrolle begegnen Sie mit Sätzen wie: „Du hast deinen eigenen Kopf. Du weißt genau, was du willst. Hier gibt es nur einen Chef, Dich!“. 
  • Ordnungssinn sollten Sie auch dann loben, wenn der Demente ein Ordnungssystem hat, das Sie vielleicht als Chaos empfinden: „Du bist eine ganz Ordentliche. Bei dir hat alles seinen Platz". 
  • Organisieren Sie sich Hilfe bei Freunden, Nachbarn oder professionellen Einrichtungen.
  • Denken Sie unbedingt auch an sich selbst: Tun Sie täglich etwas Schönes für sich. Sich selbst zuliebe – und um neue Kraft für den demenzkranken Angehörigen zu schöpfen.

 

Die 4 Ohren des Empfängers


4ohren

Das übergeordnete Ziel bei dieser Modellbildung besteht darin, zu beobachten, zu beschreiben und zu modellieren, wie zwei Menschen sich durch ihre Kommunikation zueinander in Beziehung setzen.

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Milieugestaltung


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Die Lebensqualität von Menschen mit Demenz hängt mit davon ab, ob ihre Umgebung Kompensatorisch und Therapeutisch gestaltet worden ist.

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